Depression

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Bei der Entstehung von Depression spielen meist viele Faktoren eine Rolle.

Eine Depression hat viele Gesichter

Depressionen sind oft durch eine veränderte Stimmungslage wie eine tiefe Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit charakterisiert. Weitere mögliche Kennzeichen sind ein verminderter Antrieb oder ein gestörter Biorhythmus, wobei oft Stimmung, Antrieb und Biorhythmus gleichzeitig gestört sind. Zu den klassischen körperlichen Begleitsymptomen einer Depression zählen Verstopfung, Mundtrockenheit oder körperliche Missempfindungen (z.B. Druckgefühl in der Brust, Oberbauchschmerzen oder Schwindelgefühl). Häufig äußern sich depressive Symptome in Phasen: Bei einer unipolaren Depression treten zwischen den depressiven Phasen krankheitsfreie Perioden auf, während bei einer bipolaren Störung zusätzlich zu den depressiven und den krankheitsfreien Phasen auch Perioden von übermäßig gehobener Stimmung und unbändigem Tatendrang auftreten können.

Eine Depression kann jeden treffen

Eine Depression ist meist mulitfaktoriell bedingt, das heißt es führen mehrere Faktoren zur Entstehung der Krankheit. Ein jahreszeitlich bedingter Mangel an Sonnenlicht kann ebenso Auslöser sein wie eine körperliche Erkrankung oder traumatische Ereignisse (z.B. Verlust eines vertrauten Menschen). Unabhängig von der Ursache kommt es bei einer Depression zu Veränderungen im Gehirn und zu einer Störung des Gleichgewichtes bestimmter Botenstoffen. Bereits bei geringfügigen Veränderungen dieses Gleichgewichtes können klinisch erfassbare depressive Symptome auftreten.

Die Volkskrankheit Depression

In Österreich leiden etwa 800.000 Menschen an depressiven Erkrankungen, wobei Frauen im Vergleich zu Männern häufiger betroffen sind. Oft werden Depressionen bei Männern jedoch nicht diagnostiziert, da sich die Depression bei Männern mit einer anderen Symptomatik äußert.

Laut der WHO werden Depressionen in den kommenden 20 Jahren zur häufigsten Erkrankung nach Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen. Problematisch ist, dass eine Depression häufig unterschätzt wird und viele Betroffene keine Hilfe suchen. Eine Depression kann jedoch eine lebensbedrohliche Erkrankung sein, denn fast alle Erkrankten leiden an Suizidgedanken und etwa die Hälfte der Patienten/Innen mit schweren depressiven Symptomen begehen im Laufe ihres Leben einen Suizidversuch.

Eine Depression ist behandelbar

Die wichtigsten Säulen der Behandlung depressiver Erkrankungen sind die medikamentöse Therapie und die Psychotherapie. Wenn möglich sollten beide Therapieformen gemeinsam angewendet werden. Antidepressiva fördern die Signalübertragung zwischen Nervenzellen im Gehirn und können so das durch die Depression gestörte Gleichgewicht der Botenstoffe wiederherstellen. Es besteht keine Gefahr, von Antidepressiva abhängig zu werden oder eine veränderte Persönlichkeit zu bekommen. Die Medikamente helfen den Betroffenen, die alltäglichen Schwierigkeiten besser in den Griff zu bekommen und ihre Lage weniger pessimistisch zu sehen.

Weitere Informationen: Österreichisches Bündnis gegen Depression    

Quelle: Österreichisches Bündnis gegen Depression: http://www.buendnis-depression.at/Startseite.134.0.html; ORF on Science: http://sciencev1.orf.at/science/news/9703