Blutgerinnung und Durchblutungsstörungen

<<< zurück zur Übersicht

Blutgerinnung & Durchblutungsstörungen, Thromboseprophylaxe

Patienten, die bereits eine Gefäßverschlusskrankheit wie Herzinfarkt, Schlaganfall bzw. einen gefäßchirurgischen Eingriff (z.B. Bypass) hatten, haben ein hohes Risiko für erneute vaskuläre Ereignisse.1 Die Möglichkeiten zur Vorsorge und Behandlung haben sich verbessert.2 Zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen gibt es neben Lebensstilinterventionen medikamentöse Behandlungsmethoden, die durch die mögliche Auswahl aus verschiedenen Wirkstoffen, wie Plättchenaggregationshemmer und Antikoagulantien, individuell an den Patienten angepasst werden können.

Venöse Thromboembolien treten bei einem bedeutenden Anteil von Patienten in typischen Risikosituationen (z.B. Operation oder Trauma) auf. Durch gerinnungshemmende Medikamente, insbesondere niedermolekulare Heparine, ist es möglich, die Anzahl an venösen Thrombosen, Pulmonalembolien und Todesfällen durch Pulmonalembolie in diesen speziellen Risikosituationen zu senken.3

1Antithrombotic Trialists’ (ATT) Collaboration et al. Aspirin in the primary and secondary prevention of vascular disease: collaborative meta-analysis of individual participant data from randomised trials. 
Lancet, 2009, 373: 1849–1860.
2 Sekundäre Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen mit Azetylsalizylsäure: Eine Lücke klafft zwischen Leitlinie und Praxis. Der Arzneimittelbrief, 2013, 47: 13-14.
3 Prabinger I. et al. Leitlinien für die venöse Thromboembolieprophylaxe in Österreich. Wiener Klinische Wochenschrift, 2007, 119: 739-746.

anwendbare Arzneimittel