Derzeit leben in Österreich rund 16.000 Menschen mit einem Parkinson-Syndrom.

Zwar zählt Parkinson nicht zu den Volkskrankheiten, wie etwa der Schlaganfall, doch bis 2030 ist mit einer Verdreifachung der Krankheitshäufigkeit zu rechnen. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter: In der Altersgruppe der über 60-jährigen zeigen rund 2% ein Parkinson-Syndrom, bei den über 80-jährigen sind es 3%.1

Pramipexol wird angewendet zur symptomatischen Behandlung des idiopathischen Morbus Parkinson, allein (ohne Levodopa) oder in Kombination mit Levodopa, d.h. während des gesamten Krankheitsverlaufs bis hin zum fortgeschrittenen Stadium, in dem die Wirkung von Levodopa nachlässt oder unregelmäßig wird, und Schwankungen der therapeutischen Wirkung auftreten (sog. End-of-Dose- oder On-Off-Phänomene).2

Eine multizentrische randomisierte Placebo-kontrollierten Studie bei Parkinsonfrüherkrankten zeigte, dass bei initialer Behandlung mit Pramipexol im Vergleich zu Levodopa, Dyskinesien und Wearing-Off-Effekte signifikant weniger auftraten.3

Pramipexol wird weiters eine antidepressive Wirksamkeit zugeschrieben. Dies wurde auch durch Studien belegt.4

1 Medizinische Universität Innsbruck. Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Parkinson: Frühe Diagnose kann Krankheitsverlauf verzögern: https://www.i-med.ac.at/pr/presse/2012/38.html (Zugriff am 5.11.2013).
2 G.L. Pharma. Fachinformation Calmolan-Tabletten. September 2013.
3 Parkinson Study Group. Pramipexole vs levodopa as initial treatment for Parkinson disease: a 4-year randomized controlled trial. Arch Neurol. 2004; 61(7): 1044-53.
4 AWMF-Leitlinie: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-010l_S2k_Parkinson_Syndreome_Diagnostik_Therapie_2012-09.pdf (Zugriff am 5.11.2013).

anwendbare Arzneimittel