Ein ungünstiger Lebensstil mit Bewegungsmangel begünstigt Übergewicht, Adipositas, metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes.

Diabetes mellitus bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, deren gemeinsamer Befund die Erhöhung des Blutglukosespiegels ist. Hyperglykämie führt von klassischen Symptomen wie Polyurie, Polydipsie, anders unerklärbarem Gewichtsverlust über Sehstörungen und Infektanfälligkeit bis hin zur Ketoazidose oder nicht-ketoazidotischem hyperosmolarem Syndrom mit Gefahr des Komas. Chronische Hyperglykämie führt zu Störungen der Sekretion und/oder Wirkung von Insulin und ist assoziiert mit Langzeitschäden und Funktionsstörungen verschiedener Gewebe und Organe (Augen, Nieren, Nerven, Herz und Blutgefäße). Beim Typ-2-Diabetes liegt eine Störung der Insulinwirkung (Insulinresistenz) mit zunächst meist relativem Insulinmangel (typischerweise Störung der Glukose-abhängigen Insulinsekretion) vor. Während Lebensstilmaßnahmen die Eckpfeiler jeder Diabetestherapie bleiben, benötigen im Verlauf die meisten PatientInnen mit Typ 2 Diabetes eine medikamentöse Therapie mit individuellen Behandlungszielen zur Vermeidung von Akut- und Spätkomplikationen,1 für die verschiedene Wirkstoffklassen zur Verfügung stehen.

1 Österreichische Diabetes Gesellschaft. „Diabetes mellitus – Anleitungen für die Praxis. Überarbeitete und erweiterte Fassung 2012“. Wien. Klin. Wochenschr., 2012, 124 Suppl 2: 1–128.

anwendbare Arzneimittel