Funktionelle Magen-Darm-Störungen

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Magen-Darm-Störungen

Eine häufige aber nicht genauer bestimmte Erkrankung, die mit Oberbauchbeschwerden oder Schmerzen einhergeht, ist die Dyspepsie. Teilweise können die Symptome auf eine bestimmte Erkrankung (wie Magengeschwüre, gastroösophageale Refluxkrankheit, Magenkrebs, chronische Pankreatitis oder Gallensteine) zurückgeführt werden, bei vielen Patienten kann jedoch keine systemische Erkrankung festgestellt werden. In solchen Fällen spricht man auch von einer funktionellen Dyspepsie. Als erster Therapieansatz sollten die Vermeidung von Alkohol, Koffein, Rauchen und von Nahrungsmitteln, die die Beschwerden verschlimmern, empfohlen werden sowie eine Verkleinerung der Portionsgrößen, um die Verdauung zu unterstützen. Des Weiteren werden häufig Arzneimittel zur Unterdrückung der Magensäure, wie Antazida oder antisekretorisch wirkende Substanzen, verabreicht.1

Gestörte Verdauungsvorgänge führen auch oft zu Blähungen. Die vermehrten Gase liegen dann im Magen-Darm-Trakt als träger, feinblasiger Schaum vor. Dadurch wird die normale Aufnahme der Gase durch die Darmwand erschwert oder sogar völlig unmöglich gemacht. In so einem Fall kann z.B. der Wirkstoff Simeticon über seine besondere Oberflächenwirkung dazu führen, dass die schaumartigen Blasen nach Einnahme eines Simeticon-Präparates sofort zerfallen. Die so freigewordenen Gase können nunmehr auf natürlichem Wege entweichen.2

1 Sweetman SC (Hrsg.), Martindale. The Complete Drug Reference: http://www.medicinescomplete.com/ (Zugriff am: 20.11.2013).
2 Fachinformation Antiflat®-Kautabletten, G.L. Pharma GmbH, Stand Juni 2013.

 

anwendbare Arzneimittel