Brustkrebs ist bei Frauen in Österreich mit 29% aller Krebsfälle die häufigste Krebserkrankung.

Betroffen sind alle Altersgruppen; die höchste Zahl an Neuerkrankungen findet sich in der Altersgruppe von 65-74 Jahren. Jährlich sind in Österreich ca. 5.068 Neuerkrankungen zu verzeichnen, ca. Ca. 1.500 Frauen sterben jedes Jahr an Brustkrebs.

Therapieoptionen beim lokal begrenzten Brustkrebs umfassen die Operation, die Bestrahlung und die medikamentöse Krebstherapie. Etwa zwei Drittel aller bösartigen Brusttumore wachsen abhängig von weiblichen Geschlechtshormonen, vor allem von Östrogenen. Bei der Behandlung dieser Östrogenrezeptor-positiven Brusttumore kommen vorwiegend Mittel der Antihormontherapie aus drei verschiedenen Wirkstoffklassen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um die so genannten selektiven Östrogenrezeptormodulatoren (SERMs; z. B. Tamoxifen), Östrogensynthese-Inhibitoren (Aromataseinhibitoren; z.B. Anastrozol, Letrozol) und selektive Östrogenrezeptor-Downregulatoren (SERDs; z. B. Fulvestrant).2 Wie die Chemotherapie wirkt auch die Antihormontherapie im gesamten Körper und bekämpft darum selbst mikroskopisch kleine Metastasen, die mit den heute verfügbaren Möglichkeiten noch nicht entdeckt werden können. Der Vorteil gegenüber der Chemotherapie: Gesunde Zellen werden nicht direkt angegriffen, wenn sich auch der Entzug der Hormonwirkung dennoch auf sie auswirkt. Insgesamt sind Antihormone besser verträglich und können mehrere Jahre lang eingenommen werden.3

1 STATISTIK AUSTRIA (Hrsg.). Österreichisches Krebsregister, Stand 2010: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/krebserkrankungen/brust/index.html (Zugriff am 1.11.2013).
2 Fiegl H. Endokrine Resistenzmechanismen und Behandlungsstrategien. Gyn-Aktiv, 2012.
3 Deutsche Krebsgesellschaft (Hrsg.): 
http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_brustkrebs_therapie_hormontherapie,107725.html (Zugriff am 30.10.2013).

anwendbare Arzneimittel